Saga

Saga war eines der ersten Systeme, für die ich mich wieder ernsthaft interessiert habe, nachdem ich zum Hobby zurückgekehrt bin. Es war während meiner “Abwesenheit” entwickelt worden und ist mittlerweile sehr erfolgreich und beliebt. Wahrscheinlich wird es keinen Leser geben, der es nicht kennt. Allen anderen würde ich es gerne hier vorstellen, allerdings verweise ich besser auf den hervorragenden Blog von Stronghold Terrain. Mirco vertreibt Saga in Deutschland und gibt die deutsche Übersetzung heraus. Auf seiner Website findet sich alles, was man an Informationen oder für den Einstieg benötigt:

 

Link zu Stronghold Terrain: Was ist Saga?

 

Verschiedenes hat mir persönlich daran gefallen:

 

  1. Zunächst einmal ist Saga ein Skirmisher, wird also mit einer relativ überschaubaren Anzahl an Miniaturen in lockerer Formation gespielt. Von früher kannte ich historische TTs nur als Massenschlachten mit großen Einheiten in rank&file und verhältnismäßig geringer Verbreitung. Eines der bekanntesten war Warhammer Ancient Battles – ein Warhammer-Ableger von Ex-GW-Mitarbeitern, der weitestgehend die Warhammer-Mechanismen benutzt hat. Es sah aus wie Warhammer in der Antike. Für alle historischen TTs musste man richtig in Armeen investieren, oft waren die Minis nicht einfach in Deutschland zu bekommen und eine große Spielerschaft fand man auch nicht. Das hatte mich immer abgeschreckt. Das hat sich alles geändert. Natürlich kann/muss man bei Saga immer noch eine Armee aufbauen, allerdings sind die Optionen sehr flexibel und man kann bereits mit kleinen Größen sinnvoll spielen. Zudem ist das Spiel wie gesagt sehr beliebt und verbreitet, Mitspieler lassen sich sogar bei mir in Potsdam mit überschaubarer Hobbyszene finden.
  2. Die Spieldynamik macht wahnsinnig viel Spaß. Die Regeln sind einfach gehalten und bieten über das Zufallselement Saga-Würfel/Schlachtplan doch eine große Flexibilität und Dynamik. Ich finde die Mechanik innovativ und sehr unterhaltsam. Es geht schnell und macht Spaß.
  3. Es gibt keine eigene Miniaturenreihe bzw. nur Einzelminiaturen zur Ergänzung. Man greift zurück auf das was man hat oder was einem gefällt, der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Da ich durch meinen Hobbyschwerpunkt einen Haufen Miniaturen historischer Charaktere aus Filmen habe und meistens noch ein paar Krieger/Soldaten dazu kaufe, habe ich für viele Armeen bereits einen Ansatzpunkt. Es fehlt nicht mehr allzu viel und aus Ragnar Lodbrok und seinen Wikingern wird eine kleine Streitmacht für Saga.
  4. Als letzter Punkt: Man nimmt es nicht zu genau. Saga deckt unterschiedliche Epochen ab und versteht sich als historisches Tabletop. Dennoch ist es keine exakte Simulation eines historischen Konflikts. Es interessiert niemanden, wenn die Bemalung nicht historisch korrekt ist oder die Figuren vielleicht nicht ganz exakt zur gewählten Epoche passen. Historische Spieler werden bei anderen Systemen vermutlich glücklicher. Obwohl ich historisch sehr interessiert bin, will ich beim Hobby entspannen und mir nicht zu viele Gedanken über Genauigkeit machen.

Bestimmt gibt es noch mehr Punkte. Diese haben mich jedenfalls sofort überzeugt. Was ich so im Bezug auf Saga treibe siehst du hier:

Meine Saga beginnt

Vor einem halben Jahr habe ich darüber geschrieben, dass ich mich wieder ans Spielen wagen möchte und mich für Saga entschieden habe. Da dieses Jahr 2020 wie kein anderes zuvor ist, ist aus dem Plan bislang noch nichts geworden. Zur …

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