Spawn

Ich war nie ein großer Spawn-Fan. Spawn war einer dieser neuen Comic-Charaktere, der genauso wie Lobo und andere, den US-Comicmarkt Anfang der 90’er aufmischte. Die Story ist allerdings schnell erzählt: Der Söldner Al Simmons kommt bei einem Auftrag auf Veranlassung seines Vorgesetzten ums Leben. In der Hölle kann er allerdings eine Abmachung treffen: Er darf noch einmal auf die Erde um seine Frau ein letztes mal zu sehen. Weil Abmachungen in der Hölle nie gut ausgehen, muss er allerdings feststellen, dass er erst Jahre später auf die Erde zurückkommt, entstellt ist und keine Erinnerung mehr hat. Dafür hat er höllische Fähigkeiten und soll dem Höllenfürsten als Waffe dienen. Da will er auch noch ein Wörtchen mitreden.

Die Figur wurde erfunden und anfangs auch gezeichnet von Todd McFarlane, heute außerhalb der Comicszene sicherlich eher bekannt durch die McFarlane Toys. Mit seinem revolutionären, sehr dynamischen Zeichenstil hatte Todd zuvor bereits Spiderman für Marvel in neue Popularitätshöhen gebracht. Die Optik und Gestaltung waren es vor allem, was die Comics ausmachte. Ich habe vor ein paar Jahren mal die ersten 2 oder 3 Sammelbände der Comics nachgeholt um zu wissen, was es mit Spawn auf sich hat. Nunja, grafisch immer noch interessant, aber auch nichts mehr, was man nicht heute schon öfters gesehen hat. Das Revolutionäre kann man nachträglich ja immer schwierig nachfühlen. Storytechnisch bietet mit Spawn ehrlich gesagt gar nichts. Zweifellos hat Spawn aber eine sehr große Fangemeinde, der ich ihren Helden gönne.

Der Film

Was ich allerdings niemandem gönne, ist die Spawn-Verfilmung von 1997. Den Film habe ich zwei mal angefangen als er irgendwann nachts auf Pro7 lief und konnte ihn nicht beenden. Das wollte ich nicht stehen lassen und habe ihn vor ein paar Jahren nochmal gestreamt. Ich habe ihn diesmal auf jeden Fall zu Ende gesehen, aber ich kann mich nicht mehr erinnern. Gut, aus heutiger Sicht sind die Effekte absolut grottig, aber für damalige Verhältnisse müssen sie toll gewesen sein. Aus heutiger Sicht ist es natürlich leicht sich zu beklagen. Man muss dabei aber im Hinterkopf behalten: Damals gab es ja nicht viel dieser Art. Für Nerds war das durchaus ein großer Wurf und man freute sich über alles was man kriegen konnte. Schauen wir nochmal in den Trailer rein:

Immerhin, es gibt einen Lichtblick: 2023 soll eine Neuverfilmung mit niemand geringerem als Jamie Foxx in der Hauptrolle erscheinen. Da Blumhouse Studios produzieren sind meine Erwartungen durchwachsen, aber ich freue mich erstmal, dass es überhaupt weitergeht und der Figur wieder Leben eingehaucht wird!

Die Miniatur

Wie gesagt, ich war nie ein Spawn-Fan und habe auch nicht nach einer Miniatur gesucht. Zufällig bin ich dann aber über dieses Modell von Quest Miniatures gestolpert. Ich finde, dass Spawn perfekt eingefangen wurde und vor allem das Spiel mit dem überdimensionalen Cape gut funktioniert. Kein Wunder: Wir haben hier eine frühe Arbeit des heutigen Meistermodellierers Boris Woloszyn. Natürlich bestellte ich Spawn sofort und muss sagen, dass ich absolut zufrieden bin. Ursprünglich war die rechte Hand der Figur leer, aber zu einer Faust geballt. Ich fand, dass es aussieht als würde ertwas fehlen und habe kurzerhand eine MP5 von Hasslefree angeklebt. Da Spawn ja gerne waffenstrotzend auftritt, erscheint mir das ganz passend. Die McFarlane Actionfiguren kamen auch immer mit überdimensionalen Waffen – auf diese Weise erscheint Spawn nun etwas gewalttätiger, was ja durchaus passt.

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