Meine Saga beginnt

Vor einem halben Jahr habe ich darüber geschrieben, dass ich mich wieder ans Spielen wagen möchte und mich für Saga entschieden habe. Da dieses Jahr 2020 wie kein anderes zuvor ist, ist aus dem Plan bislang noch nichts geworden. Zur Rettung kam kürzlich Fabian vom Podcast „Krauthorn“. Wir kennen uns von früher aus dem örtlichen GW und Fabian fragte plötzlich, ob ich Interesse hätte mit Saga anzufangen und ob wir das im Rahmen des „Heerschau“-Projektes in der deutschsprachigen Saga-Community auf Facebook machen wollen. Die Heerschau ist eine Art Challenge, von Mirco von Stronghold Terrain ausgerufen, bei der ein halbes Jahr lang Monatsaufgaben gestellt werden. Es geht immer darum einen Punkt zu bemalen, im Januar einen Punkt Veteranen, im Februar einen Punkt Krieger usw. Alle, die alle Monatsaufgaben erfüllen, bekommen am Ende einen schönen Gutschein für den Stronghold Terrain-Shop. In erster Linie geht es aber natürlich darum, die Teilnehmer zum raschen Fertigstellen ihrer Armeen zu bewegen und durch gegenseitiges Zeigen und Kommentieren zu motivieren.
Nun haben wir die Heerschau verpasst, aber wir wollen sie für uns dennoch ebenfalls abarbeiten. Die Idee fand ich super – ein wenig selbstgemachter Druck bei der Armeebemalung schadet normalerweise auch nicht.

Für Fabian war schnell klar, dass er ein Kreuzfahrer-Heer ausheben wollte. Ich habe zwar Interesse an vielen Epochen, habe mich spaßeshalber aber ebenfalls an „Ära der Kreuzzüge“ orientiert. Da es sich um ein reines Spaßprojekt ohne direkten Vergleich gibt (wahrscheinlich werden wir nie oder noch lange nicht gegeneinander spielen) hätte ich wählen können was mir gefällt. Ich habe mich dennoch für eine Kontrahenten-Fraktion entschieden: Die Mauren. Seit einem Urlaub an der andalusischen Küste und einem Besuch in der Alhambra hat mich das maurische Reich fasziniert. Die Spielmechanik sagt mir zudem ebenfalls zu (sofern ich das rein theoretisch beurteilen kann). Bei Saga sind die Mauren eine agile Armee, bei der Kriegsherr und Veteranen immer beritten sind. Gemeinsam mit berittenen Kriegern könnte man eine komplett berittene Armee mit vielen Wurfspeeren aufstellen. Da sie nicht besonders gut gepanzert sind und die Saga-Fähigkeiten sich stark um die Ermüdungs-Effekte drehen, ist gutes Taktieren unbedingt erforderlich. Bislang habe allerdings weder diese Fraktion gespielt noch habe ich Saga überhaupt einmal selbst gespielt. Auf dem Papier liest sich ja vieles interessant, aber man weiß ja wie weit eine Taktik reicht, wenn man tatsächlich auf den Gegner trifft.

Ich habe überlegt, ob ich historisch unkundigen Lesern eine kurze Einordnung zu den Mauren geben sollte. Da ich selbst nur allgemeineres Wissen habe und mich aktuell mehr einlese, verweise ich ganz bescheiden auf den Wikipedia-Eintrag, aus dem ich andernfalls vermutlich ohnehin immer wieder zitieren würde: Die Mauren.

Zurück zum Projekt. Für die Mauren gibt es eine ganze Reihe an Miniaturen, die überwiegend generell muslimische Krieger im Mittelalter thematisieren. Ob Mauren, Sarazenen oder andere, die Miniaturen sind oft die gleichen. Es gibt schöne Metallminiaturen z.B. von den Perrys oder von Gripping Beast, es gibt auch einige Plastiksets von Gripping Beast. Nach einiger Recherche habe ich mich vorerst komplett für Plastikminiaturen entschieden. Ich wollte es einfach halten und schnell zur angestrebten Zusammenstellung kommen. Die Gripping Beast Boxen mit 40 Kriegern zu Fuß (mit Wurfspeeren oder Bögen, die ich beide benötige) und 12 berittenen Krieger (wiederum mit Wurfspeeren) erschienen mir sinnvoll. Ein paar Umbauten würden vielleicht noch notwendig sein. Da mir keines der Modelle für Kriegsherren so richtig zusagten, entschied ich mich außerdem, den Kriegsherren aus einem Plastikreiter selbst zu bauen. So wird das erste Armeeprojekt nach 16 Jahren gleich wieder etwas anspruchsvoller.

Für die Bemalung und Gestaltung habe ich ein paar Ideen, dazu muss ich mir aber noch weitere Gedanken machen. Zunächst einmal geht es jetzt mit dem Zusammenbauen los.

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